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....... Sudhaus, Quelle: Brauerei Härle, Leutkirch

 

Sonderausstellung  vom 15. Juli bis 16. Oktober 2016

Das Brauen hat im Landkreis Ravensburg Tradition. Auch heute noch gibt es hier zahlreiche Brauereien wie Härle, Leibinger, Farny, Stolz, Königsegger WalderBräu, Schalander oder das Eisenharzer Brauerhaus. Jede dieser Brauereien hat ihre eigenen Fans und Kunden. Doch eines eint fast alle Biertrinker und Brauer: Deutschland ist stolz auf „sein Reinheitsgebot“.

Als am 23. April 1516 die bayrischen Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig der X. die neue Landesordnung erlassen, tritt der Vorläufer des „Deutschen Reinheitsgebots“ in Kraft. Neben den Preisen sind auch die Inhaltsstoffe reguliert: nämlich Gerste, Hopfen und Wasser. 1551 wurde der Zusatz von Koriander und Lorbeer, 1616 von Salz, Wacholder und Kümmel gestattet.

Die neue Ausstellung im Wirtschaftsmuseum nimmt das Reinheitsgebot und dessen wirtschaftliche Hintergründe unter die Lupe. Denn so gebräuchlich der plakative Begriff „Deutsches Reinheitsgebot“ ist, so wenig sind die Hintergründe den meisten Biertrinkern bekannt. Das Wirtschaftsmuseum hat daher Persönlichkeiten aus der Brau- und Gastronomiebranche im Landkreis interviewt und deren Wissen und Sicht auf das Reinheitsgebot beleuchtet.

Ist das Reinheitsgebot noch aktuell?

Dies ist hochaktuell, denn das „Deutsche Reinheitsgebot“ wird immer wieder attackiert. Manchen Brauern und Konsumenten ist es nicht rigoros genug. Andere sind der Meinung, es sei genau richtig und schütze die hohe Qualität des deutschen Bieres. Manche wiederum sehen es als überholt an und würden gerne mit neuen Zutaten experimentieren.

Das Wirtschaftsmuseum klärt auf!

Die Schau setzt nicht auf die klassische Ausstellungsstruktur, sondern versucht dem Besucher historische Hintergründe, Meinungen und Zukunftsaussichten näher zu bringen. So können Sie sich Ihre eigene Meinung bilden und diese in der Ausstellung hinterlassen.

Tipp: Besuchen Sie uns doch auch an der langen Nacht im Museumsviertel am 19. August. Dort haben Sie die Möglichkeit, verschiedene regionale Biere zu verkosten und ins persönliche Gespräch mit unseren Braumeistern zu kommen.

Die älteste Kiste Bier im Oberland?

Vermutlich stammen die ältesten Kisten Bier im Oberland aus dem Traditionsgasthaus Hirsch aus Bergatreute. Die beiden Kisten Campagner-Weizen von Oskar Farny wurden auf die Jahre 1924 bis 1928 datiert. Das Wirtschaftsmuseum interessiert natürlich: Haben Sie vielleicht ältere Biererzeugnisse von regionalen Brauereien in Ihrem Keller?

https://www.youtube.com/watch?v=eAd6FlZQ1ao&feature=youtu.be

(29. Juli bis 11. Oktober 2015)

Allgäu-Oberschwaben ist eine wirtschaftlich florierende Region. Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg bilden zahlreiche kleine bis große Unternehmen, die durch stetige Innovationen ihre Marktposition bestätigen oder gar ausbauen. Die Kreissparkasse Ravensburg verleiht in Kooperation mit der Wirtschafts- und Innovationsförderungsgesellschaft Landkreis Ravensburg (WiR) regelmäßig den Innovationspreis für besonders auszeichnungswerte Innovationen. Doch wer sind diese ausgezeichneten Unternehmen und was sind ihre Erfindungen? Das Wirtschaftsmuseum Ravensburg stellt in Zusammenarbeit mit der WiR zehn ausgewählte Innovationspreisträger in einer Sonderausstellung vor. Eine der ausgestellten Firmen ist Zoller und Fröhlich (Z+F) aus Wangen im Allgäu. Bekannt und erfolgreich wurde das Unternehmen durch die Produktion der sogenannten Aderendhülse. Diese Hülsen schützen die abisolierten Enden von Litzenleitungen, sodass sie ohne Beschädigung der Einzeldrähte in Klemmen angeschlossen werden können.

Als Christoph Fröhlich, Sohn von Firmengründer Hans Fröhlich, nach seinem Studium in München zurück in den elterlichen Betrieb kehrt, bringt er neues Wissen mit. Seine dort gesammelten Erfahrungen mit Laserscannern will er sofort umsetzen. Er setzt sich mit seiner Idee durch und entwickelt in einem neuen Geschäftsbereich einen eigenen Laserscanner – daraus entsteht schließlich der heutige IMAGER® 5010C. Dieser ist der weltweit erste 3D Laserscanner mit einer integrierten HDR-Kamera, die es ermöglicht, in einem vollautomatisierten Vorgang eine Punktwolke mit Farbdaten zu erzeugen. Kurz gesagt: Er erstellt atemberaubende 3D-Bilder. Die Technik wird mittlerweile auch von der Kriminalpolizei zur genauen Erfassung von Tatorten eingesetzt. Doch auch Archäologen sind begeistert von der neuen Technik – so konnte zum Beispiel die jordanische Felsenstadt Petra mit Allgäuer Technik in nie dagewesener Genauigkeit bildlich erfasst werden.

Firmenpräsentation: Waldner
(28. April bis 17. Mai 2015)

Das Wirtschaftsmuseum Ravensburg bietet seit diesem Jahr jährlich einem regionalen Unternehmen die Möglichkeit, sich im Wirtschaftsmuseum zu präsentieren. Welches Unternehmen wäre für die Premiere geeigneter als der Wangener Weltmarktführer für Labormöbel? Die Geschichte der Firma Waldner hat auch einige kuriose Anekdoten zu bieten.

Heute ist Waldner bekannt für seine Labormöbel für Schulen und Industrie sowie für Verpackungsmaschinen wie den sogenannten Dosomaten. Doch in den 50er-Jahren prägte Waldner das Stadtbild mit dem selbst entwickelten Milchpilz. Dies war ein auf Milchprodukte spezialisierter Kiosk, der den Absatz derselben fördern sollte. Die markante Form der neuen Kioske sorgte schnell für eine große Beliebtheit. Heute gibt es sie leider nicht mehr in der ursprünglichen Form. Aber drei historische Pilze mit neuer Nutzung sind in unserer Region heute noch zu finden: in Wangen, Lindau und Bregenz. Und die Beliebtheit scheint auch wieder zu steigen: Waldner-Geschäftsführer Helmut Hirner bekommt noch regelmäßig Anfragen zu seinem historischen Kultprodukt.

Sehen Sie im Wirtschaftsmuseum, wie sich Waldner von einer kleinen Flaschnerei hin zu einem Weltunternehmen mit starken regionalen Wurzeln entwickelt hat.

(14. Juni bis 12. Oktober 2014)

Wasser ist essentiell: Der Mensch braucht es zum Leben. Darüber hinaus haben Menschen es jedoch seit jeher verstanden, sich die Kraft des Wassers nutzbar zu machen sowie seine Vorzüge zu vermarkten.

Die Nutzung der Wasserkraft im „Blauen Landkreis“ hat jahrhundertealte Tradition. Was mit einfachen Wassermühlen begann, gipfelte im 19. Jahrhundert in der Entwicklung neuer Turbinen zur Energiegewinnung, konzipiert auf dem Zeichenbrett von Escher Wyss Ravensburg. Die moderne Stromerzeugung war geboren.

Die Qualität des Wassers ist für Brauereien und Thermalbäder entscheidend: Manch ein Bierbrauer schwört auf „sein“ Quellwasser, und manches Thermalwasser ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt für seine gesundheitsfördernden Eigenschaften.

Auch solche Nahrungsmittel, die nicht auf den ersten Blick zum Großteil aus Wasser bestehen, verbrauchen ihren – teils beträchtlichen – Anteil dieses Elements. Wieviel Wasser braucht z. B. ein Apfel, bis er reif ist? Wieviel Wasser wird verbraucht, um einen Liter Milch zu „produzieren“?

Diesen und weiteren Fragen geht das Wirtschaftsmuseum Ravensburg mit seiner Sonderausstellung „Wasser – Wirtschaft – Kraft“ auf den Grund. Und damit das kühle Nass nicht nur theoretisch behandelt wird, gibt es in diesem Zeitraum im Innenhof des Wirtschaftsmuseums einen erfrischenden Wasserspielplatz für Groß und Klein.

Im Rahmen der Sonderausstellung „Wasser – Wirtschaft – Kraft“ durften die Besucher des Wirtschaftsmuseums den „virtuellen Wasserverbrauch“ ihres Frühstücks berechnen. Als Dank für die Beschäftigung mit diesem Thema lobten die Mineralbrunnen Krumbach GmbH und das Wirtschaftsmuseum Ravensburg eine exklusive Betriebsbesichtigung in Krumbach aus. Betriebsleiter Alexander Diehm ermöglichte den Gewinnern einen einmaligen Einblick in die Betriebsabläufe einer modernen Mineralwasserabfüllung. Von der Quelle über die Formung von PET-Flaschen bis hin zur Reinigung von Mehrweg-Glasflaschen wurden alle Schritte ausführlich erklärt.

Über den Hauptgewinn von zehn Kisten Krumbach – nach freier Wahl – freute sich die zwölfjährige Sophie aus Weingarten. Wir wünschen Sophie und ihrer Familie einen „guten Durst“.

(3. August bis 6. Oktober 2013)

»Jedes erfolgreiche Produkt wird ohne Schutzrechte sofort und rigoros kopiert. Wir nennen das ›Produktpiraterie‹.« (Dr. Ing. Herbert Otten, Patentanwalt)

Ein Patent soll das verhindern. Seit wann es Patente gibt und warum sie so wichtig sind, wer zu den Innovationsmotoren im Landkreis Ravensburg zählt und ob alle Erfinder kauzige Tüftler sind, davon handelt die Sonderausstellung im Wirtschaftsmuseum Ravensburg. Hatten Sie selbst schon die eine oder andere geniale Idee? Hier erhalten Sie Informationen darüber, wie man eigentlich ein Patent anmeldet.

Anschrift:
Wirtschaftsmuseum Ravensburg
Marktstraße 22
88212 Ravensburg
Telefon: (07 51) 35 505-777

Ansprechpartner:
Christian von der Heydt
Leiter des Wirtschaftsmuseums
E-Mail: museum(at)wirtschaftsmuseum-ravensburg.de

Weitere Informationen:
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